Get Bitcoin or Die Tryin‘

Da der Bitcoin heutzutage in aller Munde ist, habe ich mich dazu entschlossen meinen Reiseblog für diesen Beitrag kurzfristig zum Kryptowährungsblog coinweirdo.com umzufunktionieren und auch mal meinen Senf zu diesem Thema abzugeben.

Fragen wie „Was ist ein Bitcoin?“ und „Wie funktioniert die Blockchain? “ wurden schon von Leuten beantwortet, die viel schlauer sind als ich oder zumindest mehr Ahnung von der Materie haben. Auch zur Geschichte des Bitcoin und der legendären Bitcoin-Pizza (immer schön den Wert aktualisieren – heute liegt er bereits bei über 100 Millionen USD) wurde schon alles gesagt, daher vermittle ich dir in den folgenden Zeilen nur meinen persönlichen Erfahrungsbericht und ein paar Tipps für Einsteiger ($$$). Falls du noch nicht wirklich im Thema bist, empfehle ich dir die Links in den letzten beiden Sätzen.

Von einer Kaufempfehlung möchte ich absehen – Investitionen in Kryptowährungen sind (noch) hoch riskant und können zum Totalverlust führen. Ob du dieses Risiko eingehen möchtest, solltest du mit dir selbst ausmachen.

2015 – Warum Bitcoin?

Meinen ersten Kontakt zu Bitcoin hatte ich im Jahr 2015. Ende 2014 bin ich nach einem längeren Auslandsaufenthalt nach Deutschland zurückgekehrt und wusste noch nicht so richtig, wie es beruflich für mich weitergehen sollte. Während ich mir die Zeit mit verschiedenen Traineeships, Nebenjobs und Weiterbildungen vertrieb, habe ich mich intensiv mit dem Thema „Geld verdienen im Internet“ auseinandergesetzt – denn wie du dir vorstellen kannst, herrschte im Portemonnaie meist Ebbe.

Recht schnell bin ich auf Seiten und Dienstleister aufmerksam geworden, die dich für kleine Aufgaben – meist die Teilnahme an Umfragen – belohnt haben. Während z.B. ClixSense.com in USD bezahlte, fand ich auch Anbieter, die in Satoshi bezahlten. Der Satoshi stellt ein Hundert-Millionstel eines Bitcoins (0.00000001 BTC) und die kleinste Einheit der Bitcoin-Währung dar. Namensgeber war Satoshi Nakamoto, der inzwischen legendäre und unbekannte Erfinder des Bitcoin. Nach den ersten Wochen fand ich Gefallen an den Umfragen und – viel wichtiger – habe langsam ein Gefühl dafür bekommen, was man antworten muss, um nicht mitten im Fragebogen aussortiert zu werden. So habe ich mir Anfang 2015 pro Woche ca. 20€ PayPal-Guthaben und einige 10.000 Satoshis nebenbei dazuverdient.

Der Bitcoin stand zu dieser Zeit bei ca. 300€ und ich habe mich schon damals gewundert, wer so viel (reales) Geld für eine digitale und nicht greifbare Währung eintauschen würde. Trotzdem fand ich die Idee hinter Bitcoin interessant und habe dieses Umfrage-Ding noch ein paar Wochen durchgezogen. Tipp: Keine Nachahmung empfohlen – der Stundenlohn war vermutlich auch unter Berücksichtigung des heutigen Bitcoin-Kurses nicht sonderlich lukrativ.

2016 – Alte Liebe rostet nicht

Mit dem ersten richtigen Job verschwand mein Interesse (und auch die notwendige Freizeit) an dem klitzekleinen Taschengeld durch Online-Umfragen. So geriet auch mein Bitcoin-Wallet, in dem sich inzwischen eine kleine Summe angesammelt hatte, erstmal in Vergessenheit.

Mitte 2016 habe ich dann in irgendeinem Artikel gelesen, dass Elon Musk daran glaube, dass der Bitcoin eines Tages 10.000 USD wert sein würde. Da ich sehr viel von dem PayPal- und Tesla-Erfinder halte, entschloss ich mich dazu, mich etwas genauer in die Materie einzulesen.

Damals stand der Bitcoin bei ca. 600€, der Wert hatte sich also in unter einem Jahr verdoppelt. Ich fing an, mir den Kurs alle paar Tage anzuschauen und stellte fest, dass nach jedem, mehr oder weniger bedeutenden, weltpolitischen Ereignis, der Kurs um mehrere Prozent in die Höhe ging. Gravierend z.B. nach der erfolgreichen (?) Brexit-Abstimmung oder wenn mal wieder ein Rechtsruck durch ein europäisches Land ging. Begründet waren diese Anstiege vermutlich in der Angst von Investoren, die sich infolge der erwähnten Ereignisse dazu entschlossen, einen kleinen Teil ihres Vermögens in Bitcoin anzulegen um ihre Schäfchen ins Trockene zu bringen. Damit gaben sie dieser Währung eine Chance und einen Vertrauensvorschuss. Es kann natürlich auch sein, dass es überhaupt nicht so ablief und dieser Abschnitt kompletter Unfug ist. Ich hab es mir aber jedenfalls so hergeleitet und ganz fest dran geglaubt.

Aus meiner Schlussfolgerung ergab sich dann schnell der optimale Zeitpunkt für meinen Kauf: Einen Tag vor der Wahl des neuen US-Präsidenten. Ich kaufte, Trump gewann und der Bitcoin ging wie erwartet wieder einige Prozent in die Höhe. Jetzt galt es nur noch, das Ganze ruhen zu lassen und darauf zu warten, dass die Prognose von Elon Musk irgendwann mal eintreten würde. Damit rechnete ich in frühestens fünf bis zehn Jahren. Andererseits machte ich mir nichts vor – Auflagen, Zentralbanken und/oder Regierungen könnten den Bitcoin bis dahin auch komplett scheitern lassen.

2017 – Was zum Teufel

Als der Bitcoin im Januar 2017 erstmals die 1.000€ knackte rieb ich mir noch verwundert die Augen, als der Kurs wenige Tage später wieder auf 700€ fiel, schob ich alles auf eine kurzfristige Entwicklung. Doch bisher folgte beim Bitcoin auf jedes tiefe Tal ein noch viel höherer Berg – und so ging es ab Mai plötzlich ganz schnell: 2.000€ Ende Mai, 3.000€ Anfang August, 4.000€ Anfang September, 5.000€ Mitte Oktober, 8.000€ Ende November und 10.000€ Anfang Dezember.

Bisher hat der Bitcoin jeden Kritiker, jeden „Blase!“-Rufer und jede chinesische Regierung Lügen gestraft und seinen Besitzern nebenbei ein nettes Sümmchen beschert. Er hat sich in kürzester Zeit bei diversen Online-Dienstleistern als Zahlungsmittel etabliert und ist längst kein schmuddeliges Darknet-Geld mehr, sondern eine Mischung aus alternativer Währung und hochspekulativer Anlageform.

Allerdings muss auch ich zugeben, dass mir die Entwicklung der letzten Monate langsam gruselig wird. Um in jedem Fall mit einem dicken Plus aus der ganzen Nummer rauszugehen, habe ich einen Teil meiner Anlage verkauft. Trotzdem habe ich meinen Glauben an den Bitcoin nicht verloren und hoffe irgendwann einmal so belustigt auf die 10.000€ Marke zurückzuschauen, wie es aktuell bei der 1.000€ Marke der Fall ist. Elon Musks Vorhersage hat sich erfüllt und wurde bereits deutlich übertroffen – alles was noch kommt werde ich genauso gespannt verfolgen wie vielleicht jetzt auch du.

Kommen wir zu dem Part, der dich vermutlich zum Lesen dieses Beitrags bewegt hat:

Hinweise und Empfehlungen für Einsteiger

Die goldene Regel: Nutze nur Geld für den Kauf von Bitcoins, das du entbehren kannst!

Ich kann dir die größte deutsche Börse bitcoin.de uneingeschränkt für den Kauf und Verkauf empfehlen. Beides funktionierte in meinem Fall immer reibungslos und unproblematisch – alles was du benötigst ist ein Bankkonto und dessen Verifizierung. Neben Bitcoin kannst du dort inzwischen auch die Kryptowährungen Bitcoin Cash und Ethereum handeln. Außerdem ist bitcoin.de gleichzeitig ein Wallet, das du benötigst, um deine Bitcoins aufzubewahren.

In Steuerfragen verhält es sich mit Bitcoin aktuell wie mit Gold: Sie werden als Spekulationsobjekt, nicht als Währung eingestuft. Besitzt du sie länger als ein Jahr, wird beim Verkauf keine Gewinnsteuer fällig und der gesamte Profit gehört dir. Verkaufst du früher, möchte der Staat mitverdienen. Genaueres zu diesem Thema kannst du diesem Beitrag der Winheller Rechtsanwaltsgesellschaft entnehmen.

Kaufe und verkaufe nicht unüberlegt und werde nicht zu schnell nervös, wenn der Kurs mal um ein paar Tausender fällt – die Kursschwankungen des Bitcoin sind extrem. Auch wenn der Kurs seit den letzten Monaten nur eine Richtung zu kennen scheint, halte dich an Warren Buffett: Buy low, sell high.

Die Webseite freebitco.in ist eines der ältesten Bitcoin-Casinos im Netz. Dort bekommst du stündlich eine kleine Anzahl Satoshi kostenlos ausgezahlt und kannst mit diesen entweder zocken oder sie sammeln und ab einer Gesamtmenge von 30.000 Stück auf dein Wallet auszahlen lassen. Natürlich kannst du auch Bitcoins einzahlen und diese dann verzocken – damit verdienen die Betreiber der Seite schließlich ihr Geld. Im Gegensatz zu vielen ähnlichen Seiten finden die Auszahlungen hier aber tatsächlich statt. Ich habe mir meine 30.000 Satoshi schon mehrfach auszahlen lassen.

Wie schon geschrieben, möchte ich von Empfehlungen oder Prognosen absehen. Informiere dich über den Bitcoin und Kryptowährungen, mache dir dein eigenes Bild und ziehe deine eigenen Schlussfolgerungen. Falls du zu meinem Bericht etwas beitragen möchtest oder du mich korrigieren willst/musst, so freue ich mich über jeden Kommentar und jede Nachricht.


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