Island – Tag 9

Wo ist das verdammte Geld, Lebowski?

Island Rundreise | 2017 | Tag 9
Sonnenuntergang auf einer Küstenstraße bei Reykjavik

Morgens schlafen wir aus und machen uns gegen kurz vor 9 Uhr auf den Weg ins Zentrum. Da wir in den letzten Tagen recht sparsam gelebt haben (so sparsam wie es eben geht in einem für Touristen sehr teuren Land) wollen wir es uns heute mal gut gehen lassen. Wir frühstücken je einen Croissaint und je einen Kaffee im Zentrum und bezahlen dafür umgerechnet 16€.

Nachdem der Großteil unseres Tagesbudgets jetzt verbraucht ist, widmen wir uns einem angenehm günstigen Zeitvertreib: Der Reykjavik Free Walking Tour. Etwa zwei Stunden lang führt uns ein sympathischer Guide namens Eiríkur (Eric, für Touris) durch die Hauptstadt und vermittelt uns dabei einen interessanten Mix aus Geschichte, lustigen Annekdoten und Hintergrundinformationen. Wir erfahren, wie die Besiedelung Islands vor langer Zeit ablief, woher die Vorfahren stammten, wie sie das Land bewohnbar machten und wie die Naturverbundenheit der Isländer auch die heutigen Generationen noch prägt.

Außerdem zeigt Eric uns die Hallgrímskirkja, Islands Baum des Jahres 2016 (da es keine natürlich gewachsenen Bäume auf Island gibt ist die Auswahl entsprechend begrenzt) und den ältesten Teil der Hauptstadt. Am Ende der Tour zahlt jeder soviel er mag und wir verabschieden uns von unserem Guide und einer allein reisenden Neuseeländerin, mit der wir unterwegs ins Gespräch gekommen sind.

Im Anschluss spazieren wir noch einmal zu zweit durch die Stadt und schauen uns die ikonische Sun Voyager Skulptur und das Konzerthaus Harpa an. In letzterem findet gerade ein MMORPG-Fanfest statt, sodass wir wegen all der Nerds nur einen kleinen Teil des Innenraums besichtigen können bzw. dürfen. Um 15:30 Uhr betreten wir das Tattoostudio Reykjavik Ink, in dem wir uns schon am Tag unserer Ankunft zwei Termine geben ließen, und treffen uns mit dem Artist Ben Cheese. Eine gute Dreiviertelstunde später verlasse sowohl ich, als auch meine Freundin, das Studio mit guter Laune und einer frischen Wunde am Körper.
Sun Voyager Skulptur nahe des Konzerthaus Harpa in Reykjavik

Abends gehen wir auf der Laugavegur in der Barber Bar einen sehr leckeren Fisch essen und suchen danach die Lebowski Bar in der gleichen Straße auf. Sowohl die Fassade als auch die Innenausstattung dieser sind stark an die namensgebende Kult-Komödie aus den 1990ern angelegt: Neon-Reklame, Teppiche, CD-Cover und eine Bowlingbahn an der Wand verbreiten eine entspannte Atmosphäre. Wir trinken zwei Bier (für umgerechnet knapp 20€) und kommen mit einem Pärchen aus Pittsburgh ins Gespräch, die mich auf meine Steelers-Mütze ansprechen.

Da wir in wenigen Stunden den Nachtbus zum Flughafen nehmen müssen, bleiben wir allerdings nicht allzu lange. Nach einer sehr kurzen Nacht treten wir um 3 Uhr schließlich den Heimweg an und kommen nach einer schläfrigen Busfahrt und einem dreieinhalbstündigen Flug müde aber wohlbehalten in Frankfurt an.

Danke, dass du bis hierhin gelesen hast. Ich hoffe, es hat dir gefallen.

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