Being weird in Island

Island hat aktuell etwa 340.000 Einwohner und ist das am dünnsten besiedelte Land Europas. Vergleicht man die Bevölkerungsdichte von 3,3 Einwohnern pro km² mit der Deutschlands – 230 Einwohner pro km² – bekommt man eine ungefähre Vorstellung davon, wie wenig hier los ist. Island stellt die landgewordene Definition des Wortes Einsamkeit dar, daher solltest du die Insel nur alleine bereisen, wenn du dir dessen bewusst bist und genau diese Erfahrung suchst. Belohnt wirst du in jedem Fall mit weltweit einzigartigen Landschaften und Aussichten.

Im Folgenden findest du einige Hinweise zum Reisen in Island – ob du die Ringstraße alleine oder in Gesellschaft befahren willst bleibt dabei natürlich dir überlassen:

Wenn du im Auto schlafen willst, nimm die Kälte nicht auf die leichte Schulter.

Besonders wenn du alleine unterwegs bist, solltest du dir immer dessen bewusst sein, dass abseits der Ringstraße im Ernstfall Hilfe wahrscheinlich kilometerweit entfernt ist.

In Island müssen jedes Jahr viele unerfahrene Wanderer gerettet werden, weil sie die Landschaft und/oder das Wetter unterschätzen. Laut unserem Tourguide in Reykjavik handelt es sich dabei um auffallend viele deutsche Touristen – „Sorry for auer stupidittie“.

Island verfügt über kein ausgeprägtes Hostelnetzwerk, daher wirst du in den meisten Unterkünften kaum mit anderen Reisenden in Kontakt kommen. Die Hauptstadt Reykjavik stellt die einzige Ausnahme dar. Halte dich an kleine Pensionen und Gasthäuser – über booking.com solltest du eigentlich in jeder Region ein Doppelzimmer um die 80€ pro Nacht finden.

Was die Freizeitgestaltung in Island angeht, so bietet sich prinzipiell alles an, was sich in der Natur und an der frischen Luft so unternehmen lässt. Wenn du dich fürs Wandern begeistern kannst, bist du hier genau richtig. Und wenn du dich nach Stadtleben, Bars, Kinos und Museen sehnst, so kann ich dich beruhigen – zumindest in Reykjavik wirst du all dies finden.

Die Einwohner Islands habe ich als ruhig und zurückhaltend aber stets freundlich kennengelernt. Am ehesten wirst du an Tankstellen oder Pensionen mit Locals ins Gespräch kommen. Solange du die grundlegenden Verhaltensregeln beherrschst und achtest, wovon ich an dieser Stelle mal ausgehe, gibt es nichts, worauf du besonders achten solltest. Ach doch, eine Sache gibt es: Nenne Islandponys nicht Ponys – das verletzt den Stolz der Isländer. Isländer besitzen, reiten und züchten ausschließlich Pferde, auch wenn sie recht klein ausfallen.

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.