Roadtrip Malta – Highlights

Auf dieser Seite findest du fünf ausgewählte Highlights unseres Roadtrips auf Malta. Natürlich hat das Land noch deutlich mehr zu bieten. Eine detaillierte Auflistung aller von uns besuchten Orte findest du im Tagebuch.

Gozo – Maltas kleiner Bruder

Gozo ist mit einer Fläche von 67 Quadratkilometern die zweitgößte Insel des maltesischen Archipels. Mit der Fähre „Gozo Channel Line“ kann man unkompliziert und zügig von dem Norden Maltas aus übersetzen. Unsere Überfahrt dauerte ca. 40 Minuten und war dank der herrlichen Ausblicke vom Sonnendeck des Schiffes aus echt angenehm.

Zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten auf Gozo zählen unter anderem die Ġgantija-Tempel, die zu den ältesten, noch halbwegs erhaltenen, freistehenden Gebäuden der Welt zählen. Der Zutritt zu der ca. 5.600 Jahre alten Tempelanlage und dem dazugehörigen Museum kostet 9€ pro Person und ist meiner Meinung nach gerechtfertigt.

Ta' Kola Windmühle vor blauem Himmel auf Gozo

In dem Ticketpreis ist der Eintritt zu der alten Ta‘ Kola Windmühle enthalten, die nur einige Gehminuten von den Tempeln entfernt liegt. Das kleine Landwirtschaftsmuseum, das im Innern der Mühle eingerichtet wurde ist wenig spannend, aber der Ausblick aus der obersten Etage ist super und die Mühle stellt ein schönes Fotomotiv dar.

Weitere Ausflugziele stellen der Fungus Rock – ein großer Kalksteinfelsen vor der Küste Gozos – und der Inlandsee – ein Salzwasser-Badesee, der durch einen ca. 100 Meter langen Felstunnel mit dem offenen Meer verbunden ist – dar. Mit dem Besuch dieser Sehenswürdigkeiten, inklusive Mittagessen in einem der vielen kleinen Restaurants und einem Sprung ins kühle Nass am Inlandsee eignet sich Gozo perfekt für einen schönen Tagesausflug innerhalb der maltesischen Republik.

Ħaġar Qim und Mnajdra-Tempel – 3.800 Jahre altes Weltkulturerbe

Der Ħaġar Qim Tempelkomplex und die nahegelegenen Mnajdra-Tempel gehören – wie auch die Ġgantija-Tempel – zu den ältesten freistehenden Tempeln der Welt. Sie wurden auf einem Hochplateau im Süden Maltas von ca. 3.800 bis 2.500 v. Chr. erbaut und erweitert. Heute können die Tempelanlagen gemeinsam mit dem dazugehörigen Museum besucht und besichtigt werden. Das kleine Museum so interessant wie ansprechend aufgebaut und meiner Meinung nach mit 10€ Eintrittspreis pro Person nicht überteuert. Der Zutritt zu den Tempelanlagen ist im Ticketpreis natürlich enthalten.

Die überdachten Ruinen der Hagar Qim Tempelanlagen im Süden Maltas

Besucher erkennen den Tempelkomplex schon von Weitem an zwei großen weißen Zeltkuppeln, die 2009 über die verbliebenen Felsmauern gespannt wurden um sie vor schädlichen Umwelteinflüssen zu schützen.

Valletta – Die kleinste Hauptstadt Europas

Mit einer Fläche von nur 0,8 Quadratkilometern und ca. 6.000 Einwohnern ist Valletta die kleinste Hauptstadt Europas. Da Malta jedoch generell unheimlich dicht bebaut ist, lässt sich nicht genau feststellen wo Valletta anfängt und wo die angrenzende Stadt aufhört – du solltest also kein isoliertes kleines Dorf an der Küste erwarten: Maltas Hauptstadt verfügt über vierspurige Schnellstraßen, Parks, einen Busbahnhof, einen Industriehafen und natürlich über eine ganze Menge Sehenswürdigkeiten. Daher wurde die ganze Stadt 1980 als Gesamtmonument in die Liste des UNESCO-Welterbes aufgenommen.

Wie überall auf Malta sind auch in Valletta Kirchen und Kathedralen in sämtlichen Formen und Farben allgegenwärtig. St. John’s Co-Cathedral, St. Paul’s Pro-Cathedral und die Franziskuskirche sind die prominentesten Gotteshäuser im Stadtgebiet. Da weder ich, noch meine Freundin besonders gläubig sind, haben wir uns mit der äußerlichen Begutachtung und gegebenenfalls einem schnellen Blick ins Innere begnügt. Während in den großen Kathedralen teilweise ein Eintrittspreis erhoben wird, ist der Zutritt zu den kleineren Kirchen eigentlich immer kostenlos. Und da es 365 katholische Gotteshäuser auf Malta gibt, wirst du sicher fündig werden.

Typischer Straßenzug in Maltas Hauptstadt Valletta

Weitere Sehenswürdigkeiten sind das Stadttor, der Tritonbrunnen und die vielen Paläste, die heute als Bürogebäude oder Sitz für Ministerien und Öffentliche Ämter genutzt werden.

Ich würde dir empfehlen, einfach einen ausgedehnten Spaziergang durch die Straßen Vallettas zu machen und die Stadt als Ganzes zu erkunden. Wenn du Glück hast, stolperst du über ein Fest oder eine kulturelle Veranstaltung wie z.B. das Valletta Film Festival oder das Valletta Green Festival. Und wenn nicht, kannst du die an San Francisco erinnernden Straßen entlangschlendern, den Ausblick über den Hafen genießen oder dich in einem der vielen Parks ausruhen.

St. Agatha’s Tower – Traumhafter Ausblick über die Inseln

Der St. Agatha’s Tower, der wegen seiner ungewöhnlichen rotpinken Farbe auch „Red Tower“ genannt wird, befindet sich im Norden der Insel, ganz in der Nähe des Fährterminals. Er wurde von 1647 bis 1649 zur Zeit der Herrschaft des Johanniterordens erbaut und diente der Überwachung der Mellieħa Bucht, auf die man von dem Turm aus einen tollen Ausblick hat.

Ausblick von dem roten St. Agatha's Tower über die Küsten von Malta und Gozo

Von 1999 bis 2001 wurde die einstöckige Festung restauriert und für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Wir haben den Turm am späten Nachmittag besucht und standen leider vor verschlossenen Türen, daher kann ich über den Innenraum nicht berichten. Der Grund, dieses von außen betrachtet mäßig spektakuläre Bauwerk in diese Liste der Highlights aufzunehmen, ist der atemberaubende Ausblick.

In der Ferne erkennt man die Küstenlinie von Gozo, davor die Küste der maltesischen Insel. Drehst du den Kopf, erwartet dich die schon angesprochene, fantastische Aussicht über die Mellieħa Bucht – die den längsten Sandstrand Maltas und damit einen beliebten Badeort beheimatet. Während der Abenddämmerung oder in den frühen Morgenstunden ist der St. Agatha’s Tower sicherlich einer der besten Viewpoints auf ganz Malta.

Malta Classic Car Collection – Ein Keller voll automobiler Hochkultur

Die Begriffe Malta und Oldtimer mögen anfangs nicht so recht zueinander passen, und auch ich muss zugeben, dass wir die Classic Car Collection nur besucht haben, weil wir am letzten Tag bis zum Abflug noch etwas Zeit totschlagen mussten. Doch wie so oft birgen niedrige Erwartungen umso größere Chancen – und die liebevoll eingerichteten Kellerräume haben uns keinesfalls enttäuscht.

Grob geschätzt werden etwa 50 bis 80 gut restaurierte Oldtimer ausgestellt und durch Blechschilder, Neonreklamen und viele zeitgenössische Details in Szene gesetzt. Von Alfa Romeo über Bugatti, Fiat und Ford bis Volkswagen sind viele internationale Hersteller mit verschiedenen Modellen vertreten. Neben all den Autos finden sich auch historische Motorräder und ein Kinoraum in der Ausstellung.

Europäische Oldtimer im Malta Classic Car Museum

Falls du dich auf Malta also mit schlechtem Wetter konfrontiert siehst, du dich ein wenig für altes Blech begeistern kannst oder du einfach für eine Dreiviertelstunde der Sonne entfliehen möchtest, sind die 8,50€ für den Eintritt gut angelegt.

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