Vietnam – Tag 10

Regen, Regen, Regen

Motorradreise durch Vietnam | 2016 | Tag 10
Die Altstadt von Hoi An an einem verregneten Nachmittag im Dezember

Um kurz nach 8 Uhr stehe ich auf und frühstücke Pho und Käffchen. Dann spaziere ich in und durch die Old Town von Hội An. Zwar ist es bewölkt und sieht nach Regen aus, doch bisher hält es sich und ich bleibe mal trocken. Die Altstadt ist eine schnuckelige, einladende Gegend. Die kleinen Häuser sind in verschiedenen Orangetönen gestrichen und versprühen einen eigenen Charme. Ebenfalls findet man dort einen Fischmarkt, auf dem man schon morgens gegrillte Delikatessen aus der Region angeboten bekommt.

Viele Souvenirshops, Schneidereien und Restaurants kennzeichnen den touristisch geprägten Charakter des (ehemaligen) Fischerdorfs, haben mich jedoch nicht groß gestört. Will man sich etwas Maßgeschneidertes anfertigen lassen, so ist Hội An neben Saigon the place to be. Hier finden sich Lederwaren und feine Stoffe in allen Farben und Maßen.

Die Innenstadt des vietnamesischen Fischerdorfes Hoi an in Zentralvietnam

Gegen kurz nach 10 Uhr bekomme ich meine gewaschene Wäsche aufs Zimmer. Das nehme ich zum Anlass alles einzupacken und weiter zu fahren, um das verregnete Zentralvietnam schnellstmöglich hinter mich zu bringen und endlich Sonne im Süden tanken zu können.

Nach 20 Minuten Fahrt im Trockenen geht es dann auch schon wieder los. Über mehrere sehr matschige, kleinere Straßen erreiche ich nach kurzer Zeit wieder meinen geliebten Ho-Chi-Minh-Highway – doch auch dieser ist von vielen schlecht gesicherten Baustellen und Schlaglöchern mit Swimmingpool-Ausmaßen geprägt. Bei meiner Fahrt passiere ich mehrere kleine und einen recht großen Wasserfall sowie einen eindrucksvollen, nebligen Regenwald.

Nebelverhangener Regenwald in Zentralvietnam am Rande des Ho-Chi-Minh-Highways

Gegen 16 Uhr habe ich nach 5 1/2 Stunden Fahrt im Dauerregen keine Lust mehr und halte spontan am Ban-Me-Dakruco Hotel in einem größeren Bergdorf in Huyện Đắk Glei. Der Besitzer spricht kein Englisch, zeigt sich aber freudig erregt als ich ihm klarmache, dass ich gerne in seinem Hotel übernachten würde.

Für 200.000 VND bekomme ich ein Zimmer mit unheimlich hoher Decke, vielen Spinnen an eben dieser und einer Aussicht auf den Schweinestall des Nachbarn. Nach einer sehr heißen Dusche (der Boiler war erstaunlich ergiebig), kaufe ich in einem kleinen Supermarkt gegenüber noch ein paar Gery Cheese Crackers sowie zwei Rollen Oreos und esse zu Mittag bzw. zu Abend.

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